Vor einem Jahr habe ich meinen eigenen Hundekeks-Shop (www.hunde-kekse.de.tl) im Internet eröffnet, doch bis es so weit war, vergingen einige Monate, denn von der Idee über das Konzept bis hin zur Shop-Eröffnung wurden mir einige Steine in den Weg gelegt.
Auf die Idee, einen Online-Shop zu eröffnen, kam ich, weil ich zu meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Tierpflegerin eine zusätzliche Einnahmequelle brauchte und Lust hatte, mir etwas Eigenes aufzubauen. Ich wollte mir meine Arbeitszeiten selbst einteilen und mein Hobby, das Backen, zum Beruf machen. Kurzum: Da ich selbst zwei Hunde besaß und die nötige Fachkenntnis über Hundeernährung hatte, entschied ich mich für einen Hundekeks-Shop.
Es machte mir unglaublich viel Spaß, Rezepte selbst zu kreieren und die verschiedenen Sorten von allen möglichen Testessern (unter anderem von Tierheim-Hunden, Hunden von Freunden und Bekannten und nicht zuletzt meinen eigenen Fellnasen) beurteilen zu lassen. Fast alle Kekssorten kamen super an und wurden sehr gut vertragen. Das gab mir den Mut und die Motivation, weiterzumachen- schließlich standen 5 Rezepte fest und ich meldete auf den Shop ein Gewerbe an.
Nun musste eine passende Shop-Internetseite her- wie sollte ich anfangen?
Da ich nur sehr wenige HTML-Kenntnisse besaß, suchte ich im Internet nach einer Seite, auf der man sich leicht eine Homepage selbst gestalten konnte und wurde schließlich fündig. Es machte sehr viel Spaß, an der Seite herumzubasteln und nach ein paar Tagen war sie dann fertig. Ich entschied mich dazu, dass man per Email bestellen konnte, denn für ein ausgeklügeltes Shop-System mit Warenkorb reichten meine Internetkenntnisse nicht aus.
Doch dann kam der erste Rückschlag: Bei Recherchen im Internet fand ich heraus, dass ich zur Herstellung der Kekse eine Zulassung brauchte, da es sich um ein Ergänzungs-Futtermittel handelte. Also wandte ich mich an die zuständige Behörde, welche mir jedoch erklärte, dass ich nur eine Zulassung bräuchte, wenn ich tierische Produkte verwendete, nicht jedoch für die Herstellung von veganen Hundekeksen.
Der zweite Rückschlag: Ich erfuhr, dass ich all meine Kekssorten von einem Analyselabor auf Inhaltsstoffe untersuchen lassen musste, bevor ich sie verkaufen konnte.
Da saß ich nun und wusste nicht, ob ich tatsächlich weitermachen sollte oder nicht. Vegane Kekse für Hunde- Fleischfresser, die tierische Produkte und gerade Fleisch doch über alles liebten… Und dann auch noch kostspielige Untersuchungen vom Analyselabor!
Letztendlich überwand ich meinen inneren Schweinehund- dieser Shop entwickelte sich zu einer Herausforderung und ich wollte mein Ziel unbedingt erreichen, mein Ehrgeiz war geweckt. Das Prozedere ging also wieder von vorne los: Neue Rezepte entwerfen, testessen lassen und schließlich musste ich meine drei neuen Kekssorten vom Analyselabor untersuchen lassen.
Nachdem ich mich über die EU-Richtlinien informiert hatte, welche Angaben auf die Keksverpackung mussten und welche nicht, entwarf ich die Etiketten für die Verpackungen und endlich, endlich konnte ich meinen Shop eröffnen!!!
Nun habe ich meinen Online-Shop seit einem Jahr. Es gibt Monate, in denen es gut läuft (vor allem zu Weihnachten und Ostern) und weniger erfolgreiche Monate, doch das ist vollkommen in Ordnung. Schließlich ist es nur ein Nebenerwerb, der Spaß machen und mich erfüllen soll- und das tut er allemal!